Blitz
Einsatzprotokoll · August 2026Hamburg-Wandsbek

Der Boden war Laminat.
Das wusste vorher niemand.

In dieser Wohnung in Wandsbek lag nicht Sperrmüll auf dem Boden, sondern Verpackung. Drehpapier, Filterhülsen, Tabakdosen und der Müll um alles herum, in Schichten übereinander, bis der Boden verschwunden war. Was danach kam, steht hier Schritt für Schritt.

Aufgabe
Vollräumung
Zustand
Mehrere Schichten
Übergabe
Besenrein
Team
Alle drei
Vermülltes Wohnzimmer in Hamburg-Wandsbek, Sofa und Boden unter Verpackungsmüll und Tabakabfall
Küche der vermüllten Wohnung in Wandsbek mit vollen Müllsäcken vor dem Kühlschrank
Dasselbe Zimmer in Wandsbek nach der Räumung, leerer Laminatboden vor dem Fenster

Oben vorher, unten nachher.

Ort
Wandsbek

Hamburg

Monat
August 2026
Team
3 Mann

Serhii, Daniil, Oleksii

Fahrzeug
Sprinter

mehrere Fahrten

Bereiche
Wohnraum, Küche, Bad
Preis
auf Anfrage

nicht veröffentlicht

Zwei Zahlen fehlen hier absichtlich. Den Preis dieses Auftrags veröffentlichen wir nicht, weil er zu einer Wohnung und einer Familie gehört. Und wir nennen kein Gewicht und keine Kubikmeter, weil wir einen Haushaltsauftrag nicht auf die Waage stellen. Wie ein Festpreis bei uns entsteht, steht auf der Preisseite.

Dieselbe Küche

Ein Standpunkt, zwei Zustände

Links vorher, rechts nach der Räumung. Derselbe Herd, dieselbe dunkle Rückwand, dieselbe Ecke. Der Unterschied rechts neben dem Herd ist der Kühlschrank: der steht nicht mehr da, weil Kühlgeräte als Elektroaltgeräte getrennt gehen und nicht in den Sperrmüll.

Am Zustand der Fronten ändert eine Räumung nichts. Räumen und Reinigen sind deshalb zwei Arbeiten und bei uns zwei Positionen im Angebot: erst raus, dann sauber.

Dieselbe Küche in Wandsbek nach der Räumung, leer und gefegt
Vermüllte Küche in Hamburg-Wandsbek vor der Entrümpelung, Müllsäcke und Verpackungen auf dem Boden
VORHER
NACHHER

Regler ziehen

Das Protokoll

Wie wir eine Wohnung räumen, in der man den Boden nicht sieht

Eine vermüllte Wohnung ist selten eine Frage von Faulheit. Meistens steht eine Krankheit dahinter, ein Verlust oder eine Trennung, und irgendwann wächst die Sache über den Kopf. Für uns heißt das: nicht kommentieren, sondern arbeiten. Und zwar in einer bestimmten Reihenfolge, weil die falsche Reihenfolge hier richtig Zeit kostet.

  1. Erst schauen, dann anfassen

    Bei der Besichtigung interessiert uns weniger, wie viel drin ist, sondern was uns aufhalten kann. Wie breit ist die Wohnungstür, wie eng das Treppenhaus, gibt es einen Aufzug und passt da eine Sackkarre rein. Wo darf der Sprinter stehen, und brauchen wir eine Halteverbotszone. Ob Gasflaschen, Farben, Lösungsmittel oder Batterien dabei sind, weil das eigene Wege hat.

    Der Punkt, der auf Fotos am seltensten zu sehen ist und den Ablauf am häufigsten bestimmt, ist der Korridor von der Wohnungstür bis zum Treppenhaus. Ist er frei, arbeiten drei Leute in einer Kette. Ist er zu, räumt man erst ihn frei und fängt danach an.

    Die Frage ist nie "wie viel". Die Frage ist "wie kommt es raus".

    Wohnzimmer in Wandsbek vor der Räumung, Sofa und Boden unter Schichten aus Verpackungen
    Vorher: Sofa und Boden waren nur noch zu erahnen.
  2. Schicht für Schicht, nicht Zimmer für Zimmer

    Der Reflex ist, ein Zimmer komplett fertig zu machen und dann ins nächste zu gehen. Bei einer vermüllten Wohnung ist das der langsamste Weg. Wir arbeiten von der Tür nach innen und nehmen erst die oberste Schicht in der ganzen Wohnung ab. So entsteht überall gleichzeitig ein Weg, statt eines aufgeräumten Zimmers, das man nur über einen unpassierbaren Flur erreicht.

    Der zweite Grund ist Sicherheit. Unter losem Müll liegen Glasscherben, Spraydosen und Kanten, die man nicht sieht. Eine Schicht abzunehmen und zu schauen, was darunter liegt, ist deutlich vernünftiger, als einen Berg auf gut Glück zu greifen. Handschuhe, festes Schuhwerk und Maske sind hier nicht Deko.

    Was diese Wohnung von anderen unterschied, war die Sortenreinheit. Es war kaum Sperrmüll. Es war fast alles Verpackung: Drehpapier, Filterhülsen, Tabakdosen, dazu Post und Kassenzettel. Wir haben an diesem Auftrag mehr Drehpapier gesehen als ein Kiosk im Monat verkauft.

    Auf der Kommode stand ein HSV-Becher. Die Symbolik überlassen wir anderen.

    Übersicht des vermüllten Zimmers in Wandsbek mit Bett, Kleidung und Verpackungsmüll
    Von der Tür nach innen: erst die oberste Schicht, überall.
    Detail des Tabak- und Verpackungsabfalls auf dem Boden der Wohnung in Wandsbek
    Kaum Sperrmüll, fast nur Verpackung. Das macht die Trennung leichter.
  3. Die Küche war der langsamste Raum

    Küchen sind bei so einem Auftrag immer das Ende, nie der Anfang. Hier steckt der organische Anteil: Reste in Tüten, Verpackungen mit Inhalt, ein Kühlschrank, den man besser erst öffnet, wenn ein Sack schon offen daneben steht. Wer die Küche zuerst macht, trägt den Geruch anschließend durch die ganze Wohnung.

    Praktisch heißt das: Säcke werden hier kleiner gepackt als sonst und sofort verschlossen, dann direkt nach unten. Nicht sammeln, nicht stapeln, nicht im Flur zwischenlagern. Ein voller Sack Küchenabfall wiegt mehr als er aussieht und reißt genau dann, wenn man ihn über eine Schwelle hebt.

    Der Kühlschrank und die Waschmaschine sind eigene Positionen. Beide sind Elektroaltgeräte, gehen getrennt und nicht in den Sperrmüll.

    Küche der Wohnung in Wandsbek vor der Räumung mit Müllsäcken und Verpackungen vor dem Kühlschrank
    Küche vorher: kleine Säcke, sofort zu, sofort runter.
    Spülbereich der Küche in Wandsbek mit Geschirr, Waschmaschine und Abfall
    Geschirr, Vorräte, Waschmaschine: drei verschiedene Wege.
  4. Und dann war da ein Boden

    Es gibt in fast jedem dieser Aufträge einen Moment, an dem der Raum wieder ein Raum wird. Hier war es die Sekunde, in der die letzte Schicht runter war und ein durchgehender Laminatboden zum Vorschein kam. Fleckig, mit Spuren, aber vollständig und ohne Wasserschaden. Vorher wusste niemand, was da unten liegt, wir nicht und die Familie nicht.

    Für Vermieter und Angehörige ist das die nützlichste Erkenntnis aus diesem Auftrag: der Bodenaufbau überlebt so etwas erstaunlich oft. Teuer werden hinterher die Nikotinablagerungen an Wänden und Decken und das Fett in Küchenfronten und Fugen. Der Belag selbst kostet meistens nichts.

    Unter der letzten Schicht: Laminat. Ganz normales Laminat.

    Geräumtes Zimmer in Wandsbek, leerer Laminatboden und weiße Wand
    Nachher: gefegt, leer, Spuren im Belag sichtbar.
    Geräumtes Zimmer in Wandsbek mit Fenster, Heizkörper und leerem Laminatboden
    Derselbe Raum wie oben im Protokoll, von der Tür aus.
  5. Was wir bewusst nicht gemacht haben

    Die Nachher-Fotos zeigen genau das, was besenrein bedeutet: leer, gefegt, keine losen Reste. Sie zeigen auch, was es nicht bedeutet. Die Spuren im Laminat sind geblieben, die Küchenfronten sind auf dem Bild noch im alten Zustand, und oben an Wand und Decke ist die Verfärbung zu sehen.

    Räumen und Reinigen sind zwei Arbeiten mit sehr unterschiedlichem Aufwand, deshalb stehen sie bei uns getrennt im Angebot. Uns ist lieber, Sie sehen den Reinigungspreis, als dass Sie eine Grundreinigung im Räumungspreis vermuten, die keine ist. Und ehrlich zu dieser Küche: bei so eingezogenen Fronten tauscht man am Ende eher als man wischt.

    Leere Küche in Wandsbek nach der Räumung, Spüle und geöffneter Unterschrank sichtbar
    Besenrein heißt leer und gefegt. Nicht neu.
Entsorgungsweg

Wohin die Wohnung gegangen ist

Getrennt wird vor Ort, nicht später auf dem Hof. Das ist kein Umweltbekenntnis, sondern Rechnen: sortenreine Fraktionen kosten in der Annahme weniger als ein gemischter Haufen, und Elektroaltgeräte darf man ohnehin nicht dazuwerfen. Hier die Wege, die dieser Auftrag genommen hat, in der Reihenfolge ihrer Menge.

Die Strichstärke zeigt die Reihenfolge nach Augenmaß, von der größten zur kleinsten Fraktion. Es sind keine gewogenen Mengen. Einzelne Haushaltsaufträge wiegen wir nicht, und eine Zahl zu erfinden wäre schlechter als keine.

  1. RestmüllMüllverwertung

    Der größte Teil war stark verschmutzt oder mit Lebensmittelresten in Kontakt. Verschmutztes Material lässt sich nicht mehr in eine Wertstofffraktion geben, weder Papier noch Kunststoff. Auch Kleidung und Bettwäsche gingen hier diesen Weg statt in die Altkleidersammlung.

    Recyclinghöfe der Stadtreinigung Hamburg(öffnet in neuem Tab)
  2. Altpapier und KartonagenPapierverwertung

    Tabakdosen aus Pappe, Umkartons und unbeschädigte Post, sofern sie trocken und nicht mit Lebensmitteln in Kontakt waren. Das war deutlich weniger als es beim Reinkommen aussah, und genau darüber lohnt es sich nicht zu diskutieren: ein feuchter Karton macht eine ganze Ladung Altpapier wertlos.

  3. SperrmüllRecyclinghof

    Die Möbel selbst waren die kleinste Position dieses Auftrags. Massivholz und Spanplatte laufen als Altholz, Polster als Sperrmüll. Nichts davon war noch brauchbar, deshalb ging hier auch nichts in die Wiederverwendung.

  4. ElektroaltgeräteGetrennte Rücknahme

    Elektro- und Elektronikaltgeräte dürfen nicht in den Restmüll und nicht in den Sperrmüll. Sie gehen getrennt zum Recyclinghof oder in die Rücknahme des Handels. Kühlgeräte sind dabei ein eigener Fall, weil das Kältemittel gesondert behandelt werden muss.

    ElektroG § 17, Rücknahmepflichten(öffnet in neuem Tab)
  5. MetallSchrott

    Töpfe, Pfannen, Besteck, Konservendosen und Lampenfüße wandern in einen eigenen Behälter. Beim Tragen sieht das nach Mehrarbeit aus, in der Abrechnung ist es das Gegenteil: Schrott hat einen Wert, gemischter Abfall hat eine Gebühr.

  6. SchadstoffeProblemstoffannahme

    Spraydosen mit Restdruck, Batterien, Reiniger und Lösungsmittel gehen an die Problemstoffannahme, nicht in den Sack. Wer Abfälle gewerblich sammelt und befördert, muss das nach § 53 Kreislaufwirtschaftsgesetz vorher der zuständigen Behörde anzeigen. Diese Anzeige dürfen Sie sich zeigen lassen, von jeder Firma, die Ihre Wohnung leerräumt, von uns eingeschlossen.

    § 53 KrWG, Anzeigeverfahren(öffnet in neuem Tab)

Wenn die Wohnung noch zu retten ist, ist eine Entrümpelung nicht der erste Anruf

Aufträge wie dieser kommen oft zu einem Zeitpunkt, an dem schon eine Kündigung im Raum steht. Falls das bei Ihnen so ist: die Fachstellen für Wohnungsnotfälle in den Hamburger Bezirksämtern beraten kostenlos bei drohendem Wohnungsverlust und können Mietschulden als Darlehen oder Beihilfe übernehmen. Je früher man dort ist, desto mehr lässt sich halten. Erreichbar über die Behördennummer 040 115.

Das ist kein Verkaufsargument für uns, sondern das Gegenteil. Wenn die Wohnung bleibt, brauchen Sie uns vielleicht für einen Nachmittag statt für eine Vollräumung.

Fachstellen für Wohnungsnotfälle, hamburg.de(öffnet in neuem Tab)
Ehrlich gesagt

Wann Sie das selbst schaffen und wann nicht

Nicht jede unaufgeräumte Wohnung ist ein Fall für drei Mann und einen Sprinter. Der Unterschied liegt nicht an der Menge, sondern an zwei Dingen: ob organischer Abfall dabei ist und ob Sie den Boden noch sehen.

Das schaffen Sie ohne uns

  • Eine unaufgeräumte, aber trockene Wohnung ohne Küchenabfall: das sind Wochenenden, nicht Wochen. Sperrmüll holt die Stadtreinigung nach Anmeldung ab.
  • Einzelne Möbel oder ein Zimmer: dafür reichen Anhänger und Recyclinghof, und beides ist billiger als jede Firma.
  • Brauchbare Möbel und Hausrat: Stilbruch gehört der Stadtreinigung und nimmt an, was noch verkäuflich ist. Aus einer Entrümpelung wird so eine Abgabe.
  • Nur ein Raum betroffen, Rest der Wohnung normal: dann lohnt es sich, den einen Raum selbst anzugehen und uns nur für den Abtransport zu rufen.

Dafür lohnt ein Team

  • Sobald Lebensmittelreste im Spiel sind. Das ist der Punkt, an dem die Aufgabe von unangenehm zu gesundheitlich relevant wechselt: Schimmel, Schädlinge, Geruch im Treppenhaus.
  • Wenn der Boden nicht sichtbar ist. Dann weiß niemand, was darunter liegt, und darunter liegt regelmäßig Glas.
  • Wenn ein Termin feststeht: Übergabe an den Vermieter, Zwangsräumung, Wohnungsverkauf. Eine Vollräumung an einem oder zwei Tagen ist etwas anderes als drei Wochenenden.
  • Wenn es emotional nicht geht. Die eigene Wohnung oder die Wohnung eines Angehörigen zu räumen, ist etwas völlig anderes, als von außen zu kommen. Das ist ein legitimer Grund, jemanden zu beauftragen.

Offizielle Stellen zum Nachlesen

Drei Fotos, eine Preisspanne

Schicken Sie uns drei Bilder von dem, was raus soll. Sie bekommen eine Spanne zurück, ohne Termin und ohne dass jemand bei Ihnen klingelt. Passt es, kommen wir vorbei und machen daraus einen Festpreis.

Lieber schriftlich? Über das Kontaktformular geht es genauso, und unter Preise steht, wie sich der Festpreis zusammensetzt.

Fragen, die bei diesem Auftrag wirklich gestellt wurden

Müssen wir vorher sortieren oder etwas vorbereiten?

Nein. Sie müssen nichts wegräumen, nichts in Säcke packen und nichts sortieren. Genau dafür kommen wir. Sinnvoll ist nur eines: sagen Sie uns vorher, was auf keinen Fall mitgehen darf. Alles andere entscheiden wir im Zweifel gegen die Tonne und fragen nach.

Merken die Nachbarn, was hier passiert?

Wir arbeiten mit geschlossenen Säcken und tragen sie direkt in den Wagen, nicht in den Hof und nicht ins Treppenhaus. Der Sprinter steht so nah an der Tür wie erlaubt, damit die Wege kurz bleiben. Ein offener Container vor dem Haus, in dem jeder sehen kann, was aus welcher Wohnung kommt, kommt bei so einem Auftrag für uns nicht in Frage.

Ist die Wohnung danach besenrein oder wieder bewohnbar?

Besenrein: alles raus, Böden gefegt, keine losen Reste. Bewohnbar ist etwas anderes. Auf den Nachher-Fotos sehen Sie, was bleibt: Spuren im Laminat, Küchenfronten im alten Zustand, oben an Wand und Decke eine Verfärbung. Das ist Reinigung und Renovierung, nicht Entrümpelung, und wir sagen es vorher statt hinterher.

Was passiert mit Dokumenten, Fotos oder Geld, das auftaucht?

Persönliche Unterlagen, Ausweise, Sparbücher, Schlüssel, Schmuck und Fotos legen wir beiseite und übergeben sie der Person, die uns beauftragt hat. Auftauchen tut so etwas regelmäßig, gerade unter Papierschichten. Nichts davon geht ungeprüft in den Sack.

Wer darf so einen Auftrag überhaupt erteilen?

Wer über die Wohnung verfügen darf: die Mieterin oder der Mieter selbst, Eigentümer, Verwaltung, Erben oder eine bevollmächtigte Person, etwa bei einer Betreuung. Läuft eine Zwangsräumung, gibt der Gerichtsvollzieher den Termin vor, und wir richten uns danach. Ohne klare Berechtigung fangen wir nicht an.

Bereit für
Veränderung?

Ob Sanierung oder Entrümpelung, wir erstellen Ihnen ein kostenloses und unverbindliches Festpreisangebot.

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